Im Großen und Ganzen vergeht die Zeit schneller als gedacht. Sascha und ich steigen an jeder Station aus, vertreten uns die Füße und schauen was uns die alten Babuschkas an den Bahnsteigen anbieten.

Bei unseren Bahnsteigausflügen haben wir nur unsere Skiunterwäsche und ne Jacke an. Das geht bei – 10 Grad noch überraschend gut. Wir härten uns ab!

Mit was wir so unsere Zeit verbracht habebn in der Transib? Sascha macht sich die Nägel. Nicht weil sie tussig ist, sondern viel mehr, dass sie den ganzen Spaß hier überstehen.

Mit dem Betrachten der Ware, welche einem im Zug vorbei ziehende Kaufleute anbieten. (Hier sieht man Sergej und Michael, wie sie sich Ikonenbilder Kaufen, welche je nach dem wie man sie hält Jesus oder Maria zeigen) 

Ich lese viel,rede  über wichtige oder unwichtigere Dinge mit Sascha, schlafe,

oder liege auf meinem “Bettchen”, schaue aus dem Fenster und hab endlich mal Zeit mir über alles mögliche Gedanken zu machen.

Schminken tun wir uns natürlich nicht, deshalb sehen wir auf allen Bildern auch eher semi aus. (Ein wenig rechtfertigen wird ja wohl noch erlaubt sein!)

Unsere Nachbarn halten uns nach wie vor auf  Trab. Gerne setzten sie sich neben uns und sagen, dass sie sich an unserem Gespräch beteiligen wollen. Selbst wenn wir dann von Russisch spontan auf Englisch wechseln (letzteres versteht der gemeine Russe nicht) weichen sie nicht von unserer Seite.

Als ich gestern schlafen wollte hat Sergej mich einfach konsequent angestarrt, das war wirklich unangenehm.

Ich habe aber auch was Schönes zum anstarren und zwar die Landschaft. Die ist nämlich gar nicht so “copy paste” wie ich mir das dachte. Viel mehr sieht man sehr gut wie schnell sich die Natur verändert. Stunden vergehen, in denen ich nur aus dem Fenster schaue.