Während Sascha und ich uns gerade unseren Vormittags-Pudding machen kommt Michael und legt uns einen Omul auf den Tisch. Der Omul, ja das ist ein Fisch aus dem Baikal, der geräuchert so etwas wie bei uns der Schweinebraten ist.


Michael fordert uns auf den guten Omul zu essen. Irgendwie fühle ich mich gerade zu meinem Pudding mehr hingezogen und mit seien großen Kulleraugen scheint mir Omul sagen zu wollen, dass er gerade noch nicht gegessen werden will. Ich verzieh mich also auf meine Liege.
Etwas später setzt sich eine Frau zu uns, welche uns bei allen Bahnhofsausflügen gesagt hat, dass wir uns auch ja gut anziehen sollen. Wir reden ein wenig mit ihr. Svetlana kommt aus Ulan Ude, ist Englisch Lehrerin und war gerade im Urlaub.  In Ägypten! Das heißt: Sechs Tage Anreise, sechs Tage Abreise, acht Tage Aufenthalt.
Svetlana hat sich Praktischerweise ihren Sohn zum Bahnhof bestellt der sie abholt. Äußerst praktischer Weise, fährt uns dieser Sohn auch gleich zu unseren Couch-Hostern. Das geht natürlich nicht ohne Erinnerungsfotos.


Auf der Fahrt bekommen wir einen ersten Eindruck von Ulan Ude. Überall ist Schnee, mehrmals schlittert das Auto, die Reifen drehen durch. Aber der Fahrer strahlt so viel Gelassenheit aus, dass wir sehr entspannt sind.
Svetlana gibt uns ihre Nummer, wir sollen sie anrufen wenn wir Hilfe brauchen.

Unsere Couch Hoster sind eine richtig internationale Gruppe: Frankreich, Italien, Polen selbst Deutschland hat es hier her verschlagen. Die vier anfang 20 Jährigen machen ein soziales Jahr hier in Ulan Ude.
Bei unsern Couch-Hostern, eine Gruppe von Volonteers aus ganz Europa kommt dann endlich der Moment: Nach fünf Tagen endlich einmal wieder duschen!

Aber weil ich Mut zur Hässlichkeit bewesise, hier ein besonders gelungenes Bild von mir. Vor der Dusche wohl gemerkt!

So und jetzt noch kurz die Temperaturen  für den nächsten Tag anschauen: